![]()


Wenn Menschen, bedingt durch Alter, Krankheit, Unfallgeschehen etc., zunehmend immobil und über lange Zeit bettlägerig werden, ist die Gefahr, dass sich ein so genanntes Druckgeschwür (Dekubitus) bildet, besonders hoch.
Das Entstehen eines solchen Geschwüres ist immer von mehreren Faktoren abhängig. Dabei spielen der Auflagedruck, dessen Zeitdauer und die Gesamtdurchblutung eine entscheidende Rolle. Pflegerische und medizinische Maßnahmen setzen bei der Verhütung bzw. Therapie von Dekubitalgeschwüren an diesen Punkten konkret an.
Der Dekubitus ist somit immer als Folgeerscheinung von Grunderkrankungen zu sehen. In den meisten Fällen kann er durch ein frühzeitiges Erkennen und der entsprechenden Prophylaxe vermieden werden. Hierbei werden Weichlagerungs- und Wechseldrucksysteme eingesetzt.
Weichlagerungsmatratzen
Eine ergonomisch optimale Schlafqualität bietet die viskoelastische Matratze.
Das Zusammenspiel aus Gewicht, Wärme und dem viskoelastischen Material sorgt dafür, dass sich die Matratze der individuellen Form des Körpers optimal anpasst. Dabei ist auch unter höchster Belastung jederzeit für eine gleichmäßige Druckverteilung gesorgt.
Wechseldruckmatratzen
Wechseldrucksysteme kommen bei Patienten zum Einsatz, bei denen eine erhöhte Dekubitusgefahr besteht. Sie werden ebenfalls bei Patienten eingesetzt, die bereits an einem offenen Dekubitus leiden. Die Matratzen gibt es für Dekubitus Grad I bis Grad IV nach Seiler.
Die Luftkammern werden in einem Wechselrhythmus von 2 oder 3 Zellen mit Luft befüllt bzw. entlüftet. Dadurch wird eine völlige Druckentlastung einzelner Körperbereiche in einem vorgegebenen Rhythmus erreicht. Die Druckintervalle sind so angelegt, dass die Blutzirkulation im Gewebe trotz Immobilität des Patienten gewährt bleibt.
Einige Wechseldruckmatratzen und Kompressoren sind mit einem zusätzlichen Patientenbelüftungssystem ausgestattet. Hier wird durch Microporen in der Matratze permanent Luft in Richtung Patient abgegeben. Dadurch wird eine Feuchtigkeitssammlung vermindert.